Behandlungen

Physiotherapie

Physiotherapie ist eine medizinische Behandlungsmethode, die sowohl präventiv als auch rehabilitativ eingesetzt wird. Sie umfasst unterschiedliche aktive und passive Maßnahmen wie Übungen, Massagen, manuelle Therapie, Elektrotherapie und Bewegungsanalysen. Ziel der Physiotherapie ist es, Schmerzen zu lindern, Beweglichkeit zu fördern sowie Kraft und Ausdauer zu verbessern. Die Therapie kann bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt werden, wie z.B. Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden oder neurologischen Erkrankungen.

 

Was ist manuelle Therapie?

  • Manuelle Therapie ist eine Form der physikalischen Therapie, die sich auf die Behandlung von Gelenk-, Muskel- und Skelettschmerzen konzentriert. Es beinhaltet die Anwendung von manuellen Techniken wie Mobilisation und Manipulation von Gelenken, Muskeln und weichem Gewebe, um Schmerzen zu lindern, Beweglichkeit wiederherzustellen, Heilung zu fördern und die Funktion des Körpers zu verbessern.

Wann setzt man manuelle Therapie ein?

Die manuelle Therapie kann bei den verschiedensten Funktionsstörungen im Bereich des Bewegungsapparates helfen.

Häufige Einsatzbereichen sind:

  • Wirbelsäulenbeschwerden (u.a. Bandscheibenvorfall)
  • Rückenschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Spezielle Indikationen für die Extensionstherapie: Rheumatische Erkrankungen, Ischialgien (Reizungen des Ischias-Nerv) und Gelenkarthrose

Neurokinetic Therapy

Neurokinetic Therapy ist ein therapeutisches Werkzeug die von David Weinstock geründet wurde. Sie vereint die Theorie der Bewegungssteuerung, Inhalte der Neurowissenschaften und der funktionellen Anatomie (Neurobiomechanik) miteinander um die Ursache für viele Bewegungs- und Leistungseinschränkungen, chronische Schmerzen und Degenerationserscheinungen der Muskeln und Gelenke präzise zu behandeln.

Die therapeutische Vorgangsweise umfasst hintereinander gereihte Muskeltestungen um die primäre Dysfunktion und die sekundäre Kompensation auswendig zu machen. Die Behandlung erfolgt durch ein spezielles Protokoll.

Wofür ist NKT geeignet?

Mit den manuellen Muskelfunktionstests können verschiedene Zustände beurteilt und behandelt werden.

Dazu gehören:

  • Gelenkschmerzen
  • Nacken- oder Rückenschmerzen
  • Gangfunktionsstörungen
  • Patienten vor oder nach der Operation
  • Kiefergelenkserkrankungen
  • Patienten mit Narben jeglicher Art
  • verletzungsbelastende Vorgeschichte (OP, Stürze etc.)

Proprioceptive-Deep Tendon Reflex (P-DTR)

P-DTR ist eine neurozentrierte Therapiemethode, die darauf abzielt, Schmerzen und Funktionsstörungen im Körper zu finden und zu behandeln, indem die Nervensystemfunktion verbessert wird. Die Therapie zielt darauf ab, die zugrunde liegenden Ursachen der Beschwerden zu behandeln, anstatt nur die Symptome zu lindern. Oft können schon nach wenigen Sitzungen deutliche Verbesserungen spürbar sein.

Vielzahl an Anwendungsbereiche

  • Kopfschmerzen oder Migräne
  • Spannung im Hals, Nacken, Kiefer Bereich
  • Schmerzen an Gelenken wie Knie, Hüfte oder Wirbelsäule
  • chronische Schmerzen
  • verletzungsbelastende Vorgeschichte (OP, Stürze etc.)
  • nach Operationen (Knie, Hüfte und andere Gelenke)
  • allgemeine Bewegungseinschränken
  • muskuläre Dysbalance

Atemphysiotherapie

Atemphysiotherapie ist eine Methode, die zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt wird. Dabei werden Atemübungen durchgeführt, um die Atmung zu verbessern. Es werden auch spezielle Techniken angewendet, um Schleim aus den Atemwegen zu entfernen und die Lungenfunktion zu steigern. Die Atemphysiotherapie hilft auch bei der Vorbeugung von Atemwegserkrankungen und bei der Verbesserung der generellen körperlichen Fitness.

Indikationen

  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • Asthma bronchiale
  • Mukoviszidose
  • Lungenfibrose
  • Bronchiektasen
  • vor und nach Operationen an den Atemwegen oder im Bauchraum
  • nach Verletzungen oder Unfällen, die den Brustkorb oder die Atemmuskulatur betreffen
  • muskuläre Schwäche oder Steifigkeit in der Brustkorb- oder Atemmuskulatur
  • Störungen im Atemmechanismus, zum Beispiel bei neurologischen Erkrankungen

Craniomandibuläre Dysfunktion

Das Kiefergelenk ist ein wesentliches Element unseres Körpers: Es steuert und koordiniert komplexe Bewegungen beim Kauen und Sprechen und beeinflusst auch die Körperhaltung.

Die craniomandibuläre Dysfunktion ist eine Funktionsstörung im Bereich des Kiefergelenks, die zu Schmerzen und Verspannungen im Kopf-, Nacken- und Schulterbereich führen kann. Typische Symptome sind Knacken oder Reiben im Kiefergelenk, Einschränkungen der Mundöffnung sowie Zähneknirschen oder -pressen. Häufige Ursachen sind eine falsche Bisslage, Stress oder Verspannungen in der Kaumuskulatur.


Manuelle Lymphdrainagen

Die manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte Massage, die das Lymphsystem stimuliert und den Abtransport von Lymphflüssigkeit fördert. Hierbei werden rhythmische Grifftechniken angewendet, um die Lymphknoten und Lymphgefäße zu aktivieren. Die Behandlung kann bei Schwellungen, Entzündungen oder nach Operationen eingesetzt werden.

Wann führt man eine Lymphdrainage durch?

  • Chronisches Lymphödem
  • Chronisch-venöse Insuffizienz (sichtbar häufig in Form von „Krampfadern“)
  • Postoperative Schwellung
  • Auch bei anderen Krankheiten kann eine Lymphdrainange förderlich sein, der therapeutische Stellenwert ist dabei jedoch geringer. Dazu zählen:
  • Chronische Polyarthritis
  • CRPS (complex regional pain syndrome, ehemals Morbus Sudeck)
  • Schwellungen nach Halbseitenlähmung (Hemiparese) bei Schlaganfall
  • Kopfschmerzen